Eine schöne Bescherung: Radentscheid Stuttgart feiert erfolgreiche Unterschriftensammlung und lädt zur Party ein

Bürgerinitiative übergibt über 35.000 Unterschriften an Stuttgarter Oberbürgermeister

35.249 Menschen in Stuttgart wünschen sich eine sichere, lebenswerte, fahrradfreundliche Stadt. So viele Unterschriften für ein fahrradfreundliches Stuttgart haben wir am Donnerstag, den 13. Dezember, an Oberbürgermeister Fritz Kuhn übergeben. Damit liegen wir weit über den erforderlichen 20.000 Unterschriften. Das ist ein Riesenerfolg für die Verkehrswende von unten!!!  

Am 13. Dezember 2018 wurden vom Radentscheid Stuttgart deutlich mehr als die notwendigen 20.000 gültigen Unterschriften für ein erfolgreiches Bürgerbegehren an Fritz Kuhn übergeben. Foto: Radentscheid Stuttgart

An diesem Tag drehte sich vor dem Stuttgarter Rathaus alles um das Thema Fahrrad. Der Radentscheid Stuttgart rollte allen Fahrradfahrenden symbolisch den roten Teppich aus – über die Treppenstufen auf direktem Weg ins Rathaus.

Passend zur Adventszeit haben wir 16 übervolle Aktenordner in einem riesigen Geschenkkarton mit dem Fahrrad zum Rathaus gezogen. Auf dem Weg kreuz und quer durch Stuttgart wurde das #GeschenkfürKuhn immer voller. Zahlreiche Sammelstellen füllten das Geschenk mit weiteren Unterschriftenlisten.

Um 13 Uhr fand auf dem roten Teppich schließlich die Übergabe der Unterschriften an Oberbürgermeister Fritz Kuhn statt. Der Oberbürgermeister nahm das Geschenk entgegen und beglückwünschte uns zum Erfolg.

Wie geht es jetzt weiter? Wir haben die Anzahl der notwendigen gültigen Unterschriften für ein erfolgreiches Bürgerbegehren deutlich überschritten. Das hat die Stadt Stuttgart bereits bestätigt. Nun muss der Gemeinderat nach einer rechtlichen Prüfung den Weg zu einem Bürgerentscheid freimachen. Wir fordern, dass die Stuttgarter Bürgerinnen und Bürger am 26. Mai 2019 – im Rahmen der Kommunal- und Europawahl – über die 11 Forderungen des Radentscheids abstimmen können.

Wir bedanken uns bei allen, die mit uns gemeinsam gesammelt haben. Vor allem den etwa 100 Einzelhändlern, Cafés und Verbänden, die uns als Sammelstellen im ganzen Stadtgebiet unterstützt haben. Ihr seid super!

Den großen Erfolg möchten wir mit euch allen gemeinsam feiern. Im Merlin steigt am 16. Dezember von 14 bis 18 Uhr die Radentscheid-Party, zu der wir euch herzlich einladen. Wir freuen uns auf euch!

Einige Medien berichteten
SÜDWEST PRESSE
SWR Aktuell
Stuttgarter Zeitung
regio TV

Radentscheid Stuttgart feiert erfolgreiches Bürgerbegehren – Übergabe von über 35 000 Unterschriften an Oberbürgermeister Fritz Kuhn

Initiative fordert bessere Radinfrastruktur in Stuttgart

„Das Bürgerbegehren für eine bessere und sichere Radinfrastruktur in Stuttgart war erfolgreich. Es waren 20 000 gültige Unterschriften notwendig“, erklärt Susanne Keller, „das haben wir deutlich erreicht.“ Sie fungiert als Vertrauensperson und Pressesprecherin für den Radentscheid Stuttgart. „In den vergangenen Monaten haben viele Engagierte – insbesondere an den Wochenenden – Unterschriften gesammelt“, so Keller weiter. Dabei seien sie auf viel positive Resonanz gestoßen. Viele haben sich ausdrücklich für dieses Engagement bedankt. So konnten über 35 000 Unterschriften am Donnerstag (13.12.) Oberbürgermeister Fritz Kuhn auf der Treppe des Rathauses überreicht werden.

„Wir freuen uns sehr, dass wir die Hürde von 20 000 gültigen Unterschriften geschafft haben“, betont Keller. Thijs Lucas, der ebenfalls als Vertrauensperson und Pressesprecher fungiert, hat gerechnet: „Wenn man sich das Wahlergebnis der letzten Kommunalwahl anschaut, dann sind die über 35 000 Unterschriften für den Radentscheid deutlich mehr, als die SPD Stimmen bei der letzten Kommunalwahl erhalten hat. Nur die CDU und die Grünen haben mehr Stimmen erhalten.“ Beide sehen damit auch ein klares politisches Statement aus der Bürgerschaft für eine bessere Radverkehrspolitik in der Stadt. Außerdem haben sich an die 100 Einzelhändler, Verbände und Cafés im ganzen Stadtgebiet an der Sammelaktion beteiligt. „Erst durch diese breite Unterstützung aus weiten Teilen der Gesellschaft, war es uns möglich, einen solchen Erfolg zu erzielen“ ergänzen Keller und Lucas.

Die Engagierten rund um den Radentscheid Stuttgart streben an, dass alle Stuttgarter Bürgerinnen und Bürger am 26. Mai 2019 – im Rahmen der Kommunal- und Europawahl – über die elf Forderungen des Radentscheids abstimmen können. Zunächst liegt jetzt aber der Ball bei der Stadt Stuttgart.

Hintergrund

Der Radentscheid Stuttgart ist eine Initiative von verschiedenen Bürgerinnen und Bürgern aus Stuttgart und Umgebung. Sie verbindet vor allem die Ansicht, dass das Fahrrad eines der praktischsten und günstigsten Verkehrsmittel in der Stadt ist. Gemeinsam arbeiten sie in einem wachsenden ehrenamtlichen Team am Gelingen eines Bürgerentscheids für sicheres Fahrradfahren in der Mobilitätsstadt Stuttgart. Stuttgart ist die erste Stadt in Baden-Württemberg, in der auf diesem Weg die Politik zur Förderung des Radverkehrs bewegt werden soll.

Viele Einzelpersonen, Einzelhändler und Verbände unterstützen den Radentscheid Stuttgart, darunter die Stuttgarter Kreisverbände von ADFC, VCD, BUND, Fuss e.V, Electrify-BW und Greenpeace, um nur einige zu nennen. Das zeigt, dass ein breiter Teil der Stuttgarter Gesellschaft die Visionen des Radentscheid Stuttgart von einer lebenswerten Stadt teilt. Der Radentscheid hat Vorbilder z.B. in Berlin und Bamberg. Zuletzt hat der Stadtrat Bamberg die Ziele des Radentscheid Bamberg beschlossen. Neben Stuttgart bereitet Tübingen den zweiten Radentscheid in Baden-Württemberg vor. Für die Tübinger war der Radentscheid Stuttgart das Vorbild.

Ihr Kontakt für Rückfragen:

Susanne Keller 0152 / 21 84 89 09 presse@radentscheid-stuttgart.de

Thijs Lucas 0176 / 55 38 18 14 presse@radentscheid-stuttgart.de

Radentscheid fordert sichere Verkehrsinfrastruktur für Radfahrende

Bürgerinitiative im Endspurt: bis zum 10.12. können noch Unterschriften abgegeben werden

„Der vorgeschrieben Überholabstand beträgt mindestens 1,5 Meter“, sagt Thijs Lucas von der Initiative Radentscheid Stuttgart (www.radentscheid-stuttgart.de) am Freitagvormittag (30.11.). Seine Mitstreiterinnen und Mitstreiter haben ihre Fahrräder mit 1,5 Meter langen Pool-Nudeln ausgestattet und fahren hintereinander die Theodor-Heuss-Straße auf der Höhe des Kleinen Schlossplatz entlang.

Gelb, blau, rosa und grün zeigen die Pool-Nudeln an, wie groß der Abstand ist, den Autofahrende beim Überholen von Radfahrenden mindestens einhalten müssen. „Vielen Menschen ist nicht bewusst, dass ein regelkonformes Überholen von Radfahrenden häufig nur durch einen Spurwechsel möglich ist“, erläutert Lucas. Sei ein Spurwechsel nicht möglich, dürfe dann auch nicht überholt werden.

Der Radentscheid Stuttgart fordert, dass alle Menschen in Stuttgart die Möglichkeit haben, sicher, zügig und ohne Angst ihre Wege in der Stadt mit dem Fahrrad zurückzulegen. „Viele Stuttgarter erzählen uns, dass sie sich nicht trauen, in der Stadt mit dem Rad zu fahren“, sagt Lucas. „Vor allem unsichere Radfahrer lassen sich oft abschrecken, wenn sie sich durch gefährlich dichte Überholmanöver bedroht fühlen.“ Nicht nur Autofahrende seien in der Pflicht, Radfahrende zu schützen, sondern auch die Polizei und die Stadt seien hier gefragt. „Wir wollen, dass die Stadt Stuttgart sichere Überholabstände von Anfang an in die Planung von Straßen einbezieht sowie dass Polizei und Verwaltung mit Kampagnen zu den Pflichten der stärkeren Verkehrsteilnehmer aufklären“, fordert Lucas. Baulich geschützte Radwege an Hauptstraßen und für den Radverkehr attraktiv gestaltete Nebenstraßen gehören zu den Kernforderungen des Radentscheid Stuttgart.

Begleitet wird die Aktion von einem offenen Brief des ADFC Stuttgart an den Gemeinderat und Oberbürgermeister Fritz Kuhn, in dem eine konkrete Aufklärungskampagne nach Esslinger Vorbild vorgeschlagen wird. Außerdem wurden die von Gerichten festgelegten Überholabstände an der Böblinger Straße im Kaltental in grüner Farbe auf die Straße gemalt, um darauf hinzuweisen, dass falsch geplante Straßen häufig geradezu zum gefährlichen Überholen einladen.

Mit einem Bürgerentscheid fordert die Bürgerinitiative eine bessere Radfahrpolitik für Stuttgart. Daher sammelt sie seit Juni Unterschriften für den Radentscheid Stuttgart (www.radentscheid-stuttgart.de).

Der Radentscheid Stuttgart befindet sich bereits im Endspurt. „Bis zum 10. Dezember können noch Unterschriften abgegeben werden“, sagt Lucas. Der nächste Schritt ist die Einreichung der Unterschriften bei der Stadt. Die Stadtverwaltung muss dann prüfen, wie viele Unterschriften gültig sind.

Hintergrund

Der Radentscheid Stuttgart (www.radentscheid-stuttgart.de) ist eine Initiative von engagierten Bürgerinnen und Bürgern aus Stuttgart und Umgebung. Sie verbindet vor allem die Ansicht, dass das Fahrrad eines der praktischsten und günstigsten Verkehrsmittel in der Stadt ist. Gemeinsam arbeiten immer mehr Menschen in einem ehrenamtlichen Team daran, einen Bürgerentscheid für sicheres Fahrradfahren in der Mobilitätsstadt Stuttgart durchzusetzen. Stuttgart ist die erste Stadt in Baden-Württemberg, in der auf diesem Weg die Politik zur Förderung des Radverkehrs bewegt werden soll.

Viele Einzelpersonen, Einzelhändler und Verbände unterstützen den Radentscheid Stuttgart, darunter die Stuttgarter Kreisverbände von ADFC, VCD, BUND, Fuss e. V., Electrify-BW und Greenpeace. Das zeigt, dass ein breiter Teil der Stuttgarter Gesellschaft die Visionen des Radentscheid Stuttgart von einer lebenswerten Stadt teilt. Der Radentscheid hat Vorbilder z. B. in Berlin und Bamberg. Zuletzt hat der Stadtrat Bamberg die Umsetzung der Ziele des Radentscheid Bamberg beschlossen. Neben Stuttgart bereitet Tübingen den zweiten Radentscheid in Baden-Württemberg vor. Für die Tübinger war der Radentscheid Stuttgart das Vorbild.

Ihr Kontakt für Rückfragen:

Thijs Lucas

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BANK: GLS Gemeinschaftsbank eG

KONTOINHABER: ADFC Baden-Württemberg

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BIC: GENODEM1GLS

VERWENDUNGSZWECK: Radentscheid Stuttgart (Bitte immer angeben!)

Daten zum Thema „Sichere Überholabstände“

Offener Brief des ADFC

In einem offenen Brief fordert der ADFC Stuttgart eine Aufklärungskampagne zu sicheren Überholabständen nach Esslinger Vorbild.

https://www.adfc-bw.de/fileadmin/dateien/Gliederungen/KV_Stuttgart/Texte/PDFs/Abstand.pdf

https://www.adfc-bw.de/fileadmin/dateien/Gliederungen/KV_Stuttgart/Texte/PDFs/ez_beilage_mit-abstand-sicher.pdf

Aktion an der Kaltentaler Auffahrt

Die von Gerichten festgelegten Überholabstände wurden an der Böblinger Straße im Kaltental in grüner Farbe auf die Straße gemalt, um darauf hinzuweisen, dass falsch geplante Straßen häufig geradezu zum gefährlichen Überholen einladen.

http://radentscheid-stuttgart.de/2018/11/%ef%bb%bfvisualisierung-an-der-kaltentaler-auffahrt/

Rechtsprechung

Laut aktueller Rechtsprechung beträgt der Mindestabstand beim Überholen von Fahrradfahrenden 1,5 Meter.

„Aber in jedem Falle habe ein Auto- und noch mehr ein Busfahrer nun mal einen Sicherheitsabstand zum Radler zu wahren. Der ist gesetzlich nicht festgelegt, deutsche Gerichte verorten ihn aber zwischen anderthalb und zwei Metern. „Das habe ich noch nie gehört“, sagt Y. Er auch nicht, sagt sein Verteidiger. Sei aber trotzdem so, sagt die Richterin.“

http://www.fr.de/rhein-main/verkehr/prozess-gegen-busfahrer-prozess-zeigt-fahrradstreifen-problematisch-a-1571336

Vorbilder aus anderen Städten

In anderen Städten wird bereits gezielt gegen das dichte Überholen vorgegangen. Hoch professionell gehen dabei die Engländer vor. Aber auch in Deutschland trauen sich erste Polizeien an das Thema und haben Erfolg.

Gefährliche Situation im Kaltental

In den Videos der Twitter-Nutzer @SPedTom1 und @StgtMartin sind mehrere gefährliche Überholmanöver zu sehen. Einer der Autofahrer überholt den eBiker, der auf der Straße fahren muss, sogar über den Gehweg.

Visualisierung an der Kaltentaler Auffahrt

Die von Gerichten festgelegten Überholabstände wurden in der Nacht vom 29. auf den 30. November an der Böblinger Straße im Kaltental und Am Wallgraben in Vaihingen in grüner Farbe auf die Straße gemalt, um darauf hinzuweisen, dass falsch geplante Straßen häufig geradezu zum gefährlichen Überholen einladen.


100 Kuscheltiere, 50 Meter roter Teppich und 1 LKW – wie der Radentscheid Stuttgart den Endspurt einläutet

Fotos: Jens Volle

Am Mittwoch, den 7. November, ist Stichtag. Dann beginnen wir mit dem Auszählen der Unterschriften. Solltet ihr noch Unterschriftenlisten bei euch liegen haben, gebt diese bitte so schnell wie möglich bei unseren Sammelstellen ab.

Den Endspurt haben wir am Montagnachmittag mit einer Aktion für sichere Radwege vor zwei Schulen im Stuttgarter Norden eingeläutet. Dort haben wir einen Fahrradweg mit Kuscheltieren geschützt.

Kinder und Eltern sammelten sich an der Wiener Straße in Stuttgart Feuerbach. Die Hausaufgabenbetreuung war gerade vorbei. Jetzt wollten die Kinder mit ihren Fahrrädern ein Wettrennen über den roten Teppich fahren, den wir ihnen ausgerollt hatten. Den so entstandenen Radweg wollten wir symbolisch mit einer langen Reihe von Kuscheltieren zwischen Radweg und Fahrbahn schützen. Viele Kinder halfen die Kuscheltiere aufzustellen. Auch die Start- und Zielmarkierung wurde von vielen Händen gemeinsam mit bunter Kreide auf die Straße gemalt. Alle standen bereit für das Wettrennen.

Da machte uns ein Lieferwagen einen Strich durch die Rechnung und parkte mitten auf dem mit Kuscheltieren geschützten Rad- und Fußweg. Kaum zu glauben! Nachdem der Fahrer davon überzeugt werden konnte, dass ein Rad- und Fußweg kein Parkplatz ist, hat er den Weg für den Endspurt dann doch freigegeben.

Der Radentscheid Stuttgart fordert, dass jedes Kind in Stuttgart selbstständig und sicher mit dem Rad zur Schule kommt. Viele Stuttgarterinnen und Stuttgarter erzählen uns, dass sie sich nicht trauen, in der Stadt mit dem Rad zu fahren. Vor allem Eltern haben häufig Angst, ihre Kinder mit dem Fahrrad fahren zu lassen, weil es kaum sichere Radwege gibt und eine durchgängige Infrastruktur für Radfahrende fehlt. Deshalb fordert der Radentscheid Stuttgart baulich geschützte Radwege an Hauptstraßen.

Aus einer verlässlichen Quelle in Feuerbach wissen wir übrigens, dass derselbe Lieferwagen am Tag nach der Aktion wieder auf dem Fuß- und Radweg geparkt hat. Der Vorfall zeigt, wie dringend notwendig der Radentscheid Stuttgart ist.

Damit unsere Forderungen umgesetzt werden, brauchen wir 20.000 Unterschriften, die unser Anliegen unterstützen. Wenn ihr noch unterschreiben wollt oder noch ausgefüllte Listen zuhause liegen habt: Bitte lasst uns alle Unterschriftenlisten, egal ob mit einer oder sechs Unterschriften so schnell wie möglich zukommen. Die Unterschriftenlisten könnt ihr hier herunterladen, ausdrucken und ausgefüllt bei einer unserer Sammelstellen abgeben.

Der nächste Schritt ist, die Unterschriften bei der Stadt einzureichen. Die Stadtverwaltung muss dann prüfen, dass genug Unterschriften gültig sind.

Vielen Dank an alle teilnehmenden Kinder, Eltern und an Alle, die uns für diese Aktion ihre Kuscheltiere gespendet haben!!!

Bericht der Stuttgarter Zeitung über unsere Aktion

Radentscheid fordert sichere Radinfrastruktur auch für Kinder

Bürgerinitiative biegt auf die Zielgerade ein – Auszählen beginnt am 7. November

Mit einem 50 Meter langen roten Teppich und dutzenden Teddys, Kätzchen und Kuscheltieren zaubert der Radentscheid Stuttgart (www.radentscheid-stuttgart.de) am Montagnachmittag (5.11.) in der Wiener Straße in Stuttgart-Feuerbach einen geschützten Fahrradweg auf die Straße, auf dem selbst Kinder sicher Rad fahren können.

Eine lange Reihe von Kuscheltieren schützt den Fahrradweg. Kleine und große Teddybären sitzen zwischen Radweg und Fahrbahn, auf der die Autos vorbeifahren. Gut geschützt fährt daneben eine fröhliche Kindergruppe über den roten Teppich um die Wette.

Der Radentscheid Stuttgart fordert, dass jedes Kind in Stuttgart selbstständig und sicher mit dem Rad mobil sein kann. „Viele Stuttgarter erzählen uns, dass sie sich nicht trauen, in der Stadt mit dem Rad zu fahren“, sagt Bärbel Wittich. „Vor allem Eltern haben häufig Angst, ihre Kinder mit dem Fahrrad fahren zu lassen, weil gute Radwege fehlen.“ Baulich geschützte Radwege an Hauptstraßen seien eine der Kernforderungen des Radentscheid Stuttgart. Mit der Aktion wolle man darauf hinweisen, dass auf geschützten Fahrradwegen auch Kinder sicher in der Stadt Rad fahren können.

Mit einem Bürgerentscheid fordert die Bürgerinitiative eine bessere Radfahrpolitik für Stuttgart. Daher sammelt sie seit Juni Unterschriften für den Radentscheid Stuttgart. Inzwischen befindet sich der Radentscheid Stuttgart auf der Zielgeraden und ruft dazu auf, volle Unterschriftenlisten an einer der Sammelstellen abzugeben oder per Post zurückzusenden. Am Mittwoch, den 7. November, ist Stichtag. „Dann beginnen wir mit der Auszählung“ sagt Wittich. Der nächste Schritt ist die Einreichung der Unterschriften bei der Stadt. Die Stadtverwaltung muss dann prüfen, wie viele Unterschriften gültig sind.

Fotos: Jens Volle

Hintergrund

Der Radentscheid Stuttgart ist eine Initiative von engagierten Bürgerinnen und Bürgern aus Stuttgart und Umgebung. Sie verbindet vor allem die Ansicht, dass das Fahrrad eines der praktischsten und günstigsten Verkehrsmittel in der Stadt ist. Gemeinsam arbeiten immer mehr Menschen in einem ehrenamtlichen Team daran, einen Bürgerentscheid für sicheres Fahrradfahren in der Mobilitätsstadt Stuttgart durchzusetzen. Stuttgart ist die erste Stadt in Baden-Württemberg, in der auf diesem Weg die Politik zur Förderung des Radverkehrs bewegt werden soll.

Viele Einzelpersonen, Einzelhändler und Verbände unterstützen den Radentscheid Stuttgart, darunter die Stuttgarter Kreisverbände von ADFC, VCD, BUND, Fuss e.V, Electrify-BW und Greenpeace. Das zeigt, dass ein breiter Teil der Stuttgarter Gesellschaft die Visionen des Radentscheid Stuttgart von einer lebenswerten Stadt teilt. Der Radentscheid hat Vorbilder z.B. in Berlin und Bamberg. Zuletzt hat der Stadtrat Bamberg die Umsetzung der Ziele des Radentscheid Bamberg beschlossen. Neben Stuttgart bereitet Tübingen den zweiten Radentscheid in Baden-Württemberg vor. Für die Tübinger war der Radentscheid Stuttgart das Vorbild.

Ihr Kontakt für Rückfragen:

Dr. Bärbel Wittich
0151 / 177 166 80
presse@radentscheid-stuttgart.de

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2. Kidical Mass Stuttgart

es ist wieder soweit!
Am 13.10.2018 werden wir wieder eine kleine Fahrrad- und Laufrad-Tour durch Stuttgart machen und alle dürfen mit!
Beim letzten Mal waren wir fast 150 Kinder, die meist von ihren Eltern begleitet wurden.

Treffpunkt: Feuersee Stuttgart, am S-Bahn Aufgang vor der Roten Kapelle – also genau dort, wo sich die große Critical Mass auch immer trifft.
Start: ab 14 Uhr – dann hören wir uns noch ein bisschen Musik an und lassen uns erzählen, wie wir am besten in solch einer großen Gruppe zusammen fahren. Wenn die letzten dann auch noch angekommen sind, fahren wir gegen 14:15 gemeinsam mit der Polizei und Blaulicht los. Falls jemand zu spät kommen sollte oder gar nicht teilnehmen kann: wir nutzen die App Critical Maps, auf der man uns jederzeit live verfolgen kann.

1. Kidical Mass Stuttgart – (c) Alexander Schäfer https://schaeferweltweit.de

Die Route wird wie beim letzten Mal sein, wir fahren über die Theo-Heuss-Straße bis zum Schloss, die Fußgängerzone befahren wir diesmal jedoch nicht! Von dort geht es weiter über die Fahrradstraße bis zum Marienplatz. Dann nur noch den kleinen Berg zurück in den Westen und dann sind wir schon wieder zurück am Feuersee.
Für diese 5km lange Tour nehmen wir uns etwa eine Stunde Zeit, es kann also wirklich jede und jeder mitfahren, die Kleinsten mit ihren Laufrädern genauso wie die Großeltern.
Zwischendurch gibt es daher vielleicht mal ein paar kleinere Pausen, so dass unsere ganze Gruppe immer zusammen bleibt.
Alle, die facebook als ihren digitalen Terminkalender nutzen oder die Tour dort etwas bewerben wollen (1000 Dank dafür!), können diese Veranstaltung nehmen:
–> https://www.facebook.com/events/173043233584633

Kidical Mass Stuttgart – (c) Alexander Schäfer https://schaeferweltweit.de

Ganz am Schluss sind wir wieder am Feuersee und wir können alle noch ein bisschen über unsere Tour quatschen und evtl. schon die nächsten gemeinsamen Ausfahrten planen. Vielleicht besorgen wir noch ein Hochrad („Tallbike“) und lassen Eure Eltern mal probieren, damit rumzufahren (Tipp: Auf- und Absteigen ist am schwersten!). Bestimmt ist auch das eine oder andere Lastenrad vor Ort, das man sich mal genauer anschauen und vielleicht sogar probefahren kann.

Vielen Dank an Alexander Schäfer von https://schaeferweltweit.de, der unsere erste Tour fotografiert hat. Alle weiteren Bilder könnt ihr dort finden:
–> https://schaeferweltweit.de/kidicalmass-in-stuttgart/

Sensibilisierung in der Mittagspause – Falschparker umfahren

Reges Treiben vorm Rewe Eingang in der Wilhelmstraße 12 im Stuttgarter Heusteigviertel. Ein ganz normaler Montagmittag: Schnell noch kurz zum Bäcker oder im Supermarkt etwas für die Mittagspause kaufen. Das Auto wird auf dem Radstreifen oder dem Gehweg abgestellt. Dauert ja nur ein paar Minuten. Dass in diesen Minuten gefährliche Situationen für Fahrradfahrende entstehen, ist vielen Autofahrenden leider nicht bewusst. Aus diesem Grund haben wir mit einer Aktion auf diese Situation, die für Fahrradfahrende leider Alltag ist, hingewiesen. Wir fordern eine bessere Radinfrastruktur in der Stadt mit sichereren Radwegen.

Lange mussten wir auch nicht auf den ersten Falschparker warten. Schon nach wenigen Minuten quetschte sich ein Kleinwagen halb in eine zu kleine Parklücke und blieb mit dem Heck auf dem Radstreifen stehen. Der Fahrer verschwand im Rewe. Jetzt wurden unsere Ordner aktiv. Mit kleinen Pylonen bauten sie einen neuen Radweg, der die Radfahrenden sicher um den Falschparker herumführte.

Um Unfälle zu vermeiden, regelten unsere Ordner den Autoverkehr sicher um die Aktion herum. Den wartenden Autofahrern wurde die kurze Wartezeit durch radelnde Gummibärchen versüßt. Das schmeckte allen.

Die Bilanz der Aktion hat uns selbst erschrocken: Innerhalb nur einer halben Stunde parkten drei Autofahrer auf dem Radstreifen als wäre es ein ganz normaler Parkplatz. Die unnötige Gefahrensituation, die dadurch für Radfahrende geschaffen wird, hat auch für den Autoverkehr Folgen. Durch die Versperrung des Radweges sind die Fahrradfahrenden gezwungen, den Radstreifen zu verlassen und auf die Fahrbahn auszuweichen oder sie müssen warten, bis das Hindernis wieder weg ist.

Da es in der Stadt keine reinen Radwege oder sichere Radinfrastruktur gibt, die baulich vom Autoverkehr getrennt ist, werden solche Situationen erst möglich. Daher haben sich Bürgerinnen und Bürger zusammengeschlossen und wollen mit dem Radentscheid Stuttgart ein Bürgerbegehen für sicheres Radfahren für alle umsetzen. Mit dieser Aktion soll für die Belange der Fahrradfahrenden und zu Fußgehenden sensibilisiert werden, denn allzu häufig sind auch Gehwege mit den immer größer werdenden Autos zugeparkt. Kinder sind dann kaum mehr zu sehen. Für die Minimierung solcher Gefahren, die durch falschgeparkte Autos entstehen und noch für vieles mehr setzt sich der Radentscheid Stuttgart ein.

Einige Medien berichteten
Regio TV
Stuttgarter Nachrichten

Radentscheid Stuttgart fährt um Falschparkende herum – für Situation für Radfahrende sensibilisieren

Bürgerinitiative fordert bessere Radinfrastruktur in der Stadt

„Falschparker gefährden Radfahrende und zu Fuß Gehende“, sagt Susanne Keller von der Initiative Radentscheid Stuttgart am Montag (24.9.). Ihre Mitstreiter stellen um falschparkende Autos Pylonen auf und leiten so den Radstreifen um das Hindernis herum. Damit können Radfahrende die Spur halten und müssen sich nicht in den laufenden Verkehr einfädeln. Doch nicht alle die Auto fahren haben die Radfahrenden im Blick. „Genau das ist das Problem“, erläutert Keller. „Durch die Falschparker werden die Radfahrenden gezwungen den Radstreifen zu verlassen oder zu warten, bis das Hindernis wieder weg ist.“ So wird unnötig eine Gefahrensituation geschaffen, die vielen Falschparkenden gar nicht bewusst ist.

In der Stadt gebe es so gut wie keine reinen Radwege oder eine sichere Radinfrastruktur, erläutert Keller weiter. Daher haben sich Bürgerinnen und Bürger zusammengeschlossen und wollen mit dem Radentscheid Stuttgart ein Bürgerbegehren umsetzen. So fordern sie beispielsweise den Ausbau sicherer Radwege, damit alle Menschen – große und kleine, junge und alte, langsame und schnelle – sich aufs Rad trauen und sicher ans Ziel kommen. Die Stadt Stuttgart soll pro Jahr 15 Kilometer neue Radwege schaffen, die sich Radfahrende nicht mit zu Fuß Gehenden oder den Autos teilen müssen.

„Wir wollen für die Belange der Radfahrenden und zu Fuß Gehenden sensibilisieren“, erklärt Keller weiter. Denn allzu häufig sind auch Gehwege mit den immer größer werdenden Autos zugeparkt und Kinder sind kaum mehr zu sehen. Arne Jungjohann, Vater eines dreijährigen Sohnes, ergänzt: „Wenn ich höre, dass dieses Jahr in Stuttgart schon vier Kleinkinder totgefahren wurden, dreht sich mir der Magen um. Ich finde unsere Politiker sollten endlich handeln, um das Radfahren für Kleinkinder sicherer zu machen. Kreuzungen müssen so markiert oder umgebaut werden, dass dort niemand mehr parkt“, fordert er. Leider gehöre es zum Alltag, obwohl es verboten und gefährlich ist. Jungjohann kritisiert weiter: „Aber Polizei und Ordnungsamt drücken oft ein Auge zu. Falschparker sollten schneller abgeschleppt werden.“ Wie das gehen kann, macht gerade Wiesbaden vor. „Dort hat der Verkehrsdezernent angekündigt, künftig schneller abschleppen zu lassen“, so Keller. „Das wäre auch in Stuttgart möglich“, ist sie sich sicher und fordert die Politik zum Handeln auf.

Begleitet wird die Umfahraktion auf Facebook, Twitter, Instagram und anderen Social Media Kanälen unter den Hashtags #falschparker und #stuttgartrollt. Damit soll gezeigt werden, dass an vielen Stellen in Stuttgart immer und immer wieder so geparkt wird, dass andere in Gefahr gebracht werden.

Die AGORA Verkehrswende hat eine neue Studie (u.a.) zum Thema Falschparkende und Parkraum(management) vorgelegt, mit einer sehr anschaulichen Problembeschreibung:

Nachtrag: Bilder der Aktion:

ACHTUNG: Diese Bilder sind zur Nutzung im Rahmen der Berichterstattung über den Radentscheid Stuttgart und dessen Aktionen freigegeben. Einer anderen Nutzung wird widersprochen.

Hintergrund

Der Radentscheid Stuttgart ist eine Initiative von verschiedenen Bürgerinnen und Bürgern aus Stuttgart und Umgebung. Sie verbindet vor allem die Ansicht, dass das Fahrrad eines der praktischsten und günstigsten Verkehrsmittel in der Stadt ist. Gemeinsam arbeiten sie in einem wachsenden ehrenamtlichen Team am Gelingen eines Bürgerentscheids für sicheres Fahrradfahren in der Mobilitätsstadt Stuttgart. Stuttgart ist die erste Stadt in Baden-Württemberg, in der auf diesem Weg die Politik zur Förderung des Radverkehrs bewegt werden soll.

Viele Einzelpersonen, Einzelhändler und Verbände unterstützen den Radentscheid Stuttgart, darunter die Stuttgarter Kreisverbände von ADFC, VCD, BUND, Fuss e.V, Electrify-BW und Greenpeace, um nur einige zu nennen. Das zeigt, dass ein breiter Teil der Stuttgarter Gesellschaft die Visionen des Radentscheid Stuttgart von einer lebenswerten Stadt teilt. Der Radentscheid hat Vorbilder z.B. in Berlin und Bamberg. Zuletzt hat der Stadtrat Bamberg die Ziele des Radentscheid Bamberg beschlossen. Neben Stuttgart bereitet Tübingen den zweiten Radentscheid in Baden-Württemberg vor. Für die Tübinger war der Radentscheid Stuttgart das Vorbild.

Ihr Kontakt für Rückfragen:

Susanne Keller
0152 / 21 84 89 09
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Thijs Lucas
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Radentscheid Stuttgart veranstaltet erste Kidical Mass

Kinder wollen selbstständig und sicher in Stuttgart Fahrrad fahren

Zur ersten Kidical Mass in Stuttgart hat die Initiative Radentscheid Stuttgart gemeinsam mit der Initiative Zweirat am Samstag (15.9.) eingeladen. Pünktlich um 14 Uhr ging es am Feuersee in Stuttgart auf die rund fünf Kilometer lange Strecke. „Damit starten wir vom gleichen Platz wie die große critical mass“, so Thijs Lucas, einer der Verantwortlichen für die Kidical Mass.

Bei der Fahrrad-Demonstration stehen die Kinder im Fokus. Denn gerade Kinder brauchen sichere Fahrradinfrastruktur, damit sie selbstständig und unbeschwert in der Stadt unterwegs sein können. Begleitet werden sie von Eltern und Großeltern sowie Radfahrenden, die sich einfach freuen, sicher durch die Stadt radeln zu können. Dies wird unter anderem durch die Polizei und freiwillige Ordner gewährleistet, die die Kinderschar begleitet.

Nicht nur Kindern mangelt es an der sicheren Fahrradinfrastruktur in Stuttgart. Daher haben sich Bürgerinnen und Bürger zur Initiative Radentscheid Stuttgart zusammengeschlossen und wollen so die Fahrradpolitik in der Stadt ändern. So fordern sie beispielsweise den jährlichen Ausbau von 15 Kilometern sicheren Radverkehrsanlagen und die sichere Gestaltung von Nebenstraßen und Kreu-zungen für Radfahrende in Stuttgart. Um diese Forderung zu erreichen sammeln sie aktuell Unter-schriften für ihr Bürgerbegehren. Dabei, so erzählt Lucas, treffe er immer wieder Kinder, die auch unterschreiben wollen. „Leider zählt die Unterschrift aber erst bei Jugendlichen mit 16 Jahren“, erläutert er. „Das hat neulich ein Mädchen so geärgert, dass sie los zog und selbst Unterschriften sammelte“, so Lucas noch voller Begeisterung für Engagement des Kindes. Andere holen ihre Eltern und fordern sie auf zu unterschreiben.

Hierfür hat auch Arne Jungjohann großes Verständnis. Der Vater eines dreijährigen Sohnes freut sich über die Kidical Mass. „Mein Sohn fährt gerne mit dem Laufrad auf dem Bürgersteig, ich zu Fuß oder auf dem Rad hinterher. Er genießt es, weil er dann so schnell wie ein Erwachsener sein kann und mit seinen Eltern etwas zusammen machen kann. Es ist für ihn ein Stück Freiheit.“

Um diese Freiheit auch künftig zu haben gibt es den Radentscheid Stuttgart. Die Kinder sollen die Möglichkeit haben, sicher und selbstständig in die Schule radeln zu können. Aktuell lässt die vorhandene Infrastruktur für Fahrradfahrende in Stuttgart das oft nicht zu, weshalb viele Kinder das Radfahren gar nicht erst lernen. Dichtes Überholen, Drängeln und zugeparkte Fuß- und Radwege machen Radfahren für Kinder in Stuttgart unnötig schwer und gefährlich. Die Verkehrsplanungen der Stadt Stuttgart und motorisierte Verkehrsteilnehmer sind hier besonders in der Verantwortung, damit Fahrradfahren für alle Stuttgarter – ob groß oder klein – sicherer und unbeschwerter geht. Zur Sicherheit fuhr ein Lastenrad als “Besen-Cargo” hinter der Fahrrad-Demonstration her um eventuell kleine, erschöpfte Kinder aufnehmen zu können. Das war aber gar nicht nötig, alle waren mit Spaß und Freude dabei.

Hintergrund

Die rund fünf Kilometer lange Strecke führte vom Feuersee über die Theodor-Heuss-Straße, den Schlossplatz und die Tübinger Straße zurück zum Feuersee.

Der Radentscheid Stuttgart ist eine Initiative von verschiedenen Bürgerinnen und Bürgern aus Stuttgart und Umgebung. Sie verbindet vor allem die Ansicht, dass das Fahrrad eines der praktischsten und günstigsten Verkehrsmittel in der Stadt ist. Gemeinsam arbeiten sie in einem wachsenden ehrenamtlichen Team am Gelingen eines Bürgerentscheids für sicheres Fahrradfahren in der Mobilitätsstadt Stuttgart.

Viele Einzelpersonen, Einzelhändler und Verbände unterstützen den Radentscheid Stuttgart, darunter die Stuttgarter Kreisverbände von ADFC, VCD, BUND, Fuss e.V, Electrify-BW und Greenpeace, um nur einige zu nennen. Das zeigt, dass ein breiter Teil der Stuttgarter Gesellschaft die Visionen des Radentscheid Stuttgart von einer lebenswerten Stadt teilt. Der Radentscheid hat Vorbilder z.B. in Berlin und Bamberg. Zuletzt hat der Stadtrat Bamberg die Ziele des Radentscheid Bamberg beschlossen. Neben Stuttgart bereitet Tübingen den zweiten Radentscheid in Baden-Württemberg vor. Für die Tübinger war der Radentscheid Stuttgart das Vorbild.

Anmerkung
„In Baden-Württemberg haben nach Einschätzung der Verkehrswacht immer mehr Kinder Probleme mit dem Radfahren. Das gelte sowohl im Vorschulbereich als auch für Schüler, sagte Robert Newart, Geschäftsführer der Landesverkehrswacht. Schätzungsweise acht bis zehn Prozent der Grundschüler hätten Probleme mit den Prüfungen zum „Fahrradführerschein“ an Grundschulen. Hauptgrund sei, dass Kindern die Routine fehle. Viele nutzen das Rad laut Newart nicht mehr. Zum einen seien Eltern besorgt und wollten ihre Kinder nicht in Gefahr bringen. Zum anderen säßen Kinder heute öfter vor dem Computer oder dem Fernseher.“
Quelle: swraktuell

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