Radentscheid fordert sichere Radinfrastruktur auch für Kinder

Bürgerinitiative biegt auf die Zielgerade ein – Auszählen beginnt am 7. November

Mit einem 50 Meter langen roten Teppich und dutzenden Teddys, Kätzchen und Kuscheltieren zaubert der Radentscheid Stuttgart (www.radentscheid-stuttgart.de) am Montagnachmittag (5.11.) in der Wiener Straße in Stuttgart-Feuerbach einen geschützten Fahrradweg auf die Straße, auf dem selbst Kinder sicher Rad fahren können.

Eine lange Reihe von Kuscheltieren schützt den Fahrradweg. Kleine und große Teddybären sitzen zwischen Radweg und Fahrbahn, auf der die Autos vorbeifahren. Gut geschützt fährt daneben eine fröhliche Kindergruppe über den roten Teppich um die Wette.

Der Radentscheid Stuttgart fordert, dass jedes Kind in Stuttgart selbstständig und sicher mit dem Rad mobil sein kann. „Viele Stuttgarter erzählen uns, dass sie sich nicht trauen, in der Stadt mit dem Rad zu fahren“, sagt Bärbel Wittich. „Vor allem Eltern haben häufig Angst, ihre Kinder mit dem Fahrrad fahren zu lassen, weil gute Radwege fehlen.“ Baulich geschützte Radwege an Hauptstraßen seien eine der Kernforderungen des Radentscheid Stuttgart. Mit der Aktion wolle man darauf hinweisen, dass auf geschützten Fahrradwegen auch Kinder sicher in der Stadt Rad fahren können.

Mit einem Bürgerentscheid fordert die Bürgerinitiative eine bessere Radfahrpolitik für Stuttgart. Daher sammelt sie seit Juni Unterschriften für den Radentscheid Stuttgart. Inzwischen befindet sich der Radentscheid Stuttgart auf der Zielgeraden und ruft dazu auf, volle Unterschriftenlisten an einer der Sammelstellen abzugeben oder per Post zurückzusenden. Am Mittwoch, den 7. November, ist Stichtag. „Dann beginnen wir mit der Auszählung“ sagt Wittich. Der nächste Schritt ist die Einreichung der Unterschriften bei der Stadt. Die Stadtverwaltung muss dann prüfen, wie viele Unterschriften gültig sind.

Fotos: Jens Volle

Hintergrund

Der Radentscheid Stuttgart ist eine Initiative von engagierten Bürgerinnen und Bürgern aus Stuttgart und Umgebung. Sie verbindet vor allem die Ansicht, dass das Fahrrad eines der praktischsten und günstigsten Verkehrsmittel in der Stadt ist. Gemeinsam arbeiten immer mehr Menschen in einem ehrenamtlichen Team daran, einen Bürgerentscheid für sicheres Fahrradfahren in der Mobilitätsstadt Stuttgart durchzusetzen. Stuttgart ist die erste Stadt in Baden-Württemberg, in der auf diesem Weg die Politik zur Förderung des Radverkehrs bewegt werden soll.

Viele Einzelpersonen, Einzelhändler und Verbände unterstützen den Radentscheid Stuttgart, darunter die Stuttgarter Kreisverbände von ADFC, VCD, BUND, Fuss e.V, Electrify-BW und Greenpeace. Das zeigt, dass ein breiter Teil der Stuttgarter Gesellschaft die Visionen des Radentscheid Stuttgart von einer lebenswerten Stadt teilt. Der Radentscheid hat Vorbilder z.B. in Berlin und Bamberg. Zuletzt hat der Stadtrat Bamberg die Umsetzung der Ziele des Radentscheid Bamberg beschlossen. Neben Stuttgart bereitet Tübingen den zweiten Radentscheid in Baden-Württemberg vor. Für die Tübinger war der Radentscheid Stuttgart das Vorbild.

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Dr. Bärbel Wittich
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